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Balance Marathon 2021

Am Sonntag hatte mich bestes Wetter für meinen Beitrag zum Balance Marathon. Den diesjährigen Balance Marathon hatte ich erstrecht spät am Abend vorher kennengelernt und hatte spontan entschieden mich zu beteiligen.

Der Regen des Morgens war einem Wechsel aus Sonne und Wolken gewichen. Mein Ziel waren 2km, eine Verdopplung meiner Strecke einer vergangenen Challenge. Bei etwa 80m Geländer also 25 Längen balancieren. Für mich selbst noch die Maßgabe ohne Bodenberührung, sonst nochmal komplett von vorne. Das Geländer in Prohlis war dabei bereits aus der vorherigen Challenge bekannt und ist durch die Dicke ein dankbarer Balancierpartner.

Das sonnige Wetter stimmte mich zuversichtlich, dass ich die vor mir liegende Challenge gut meistern würde. Auch wenn ich seit langem keine ausgiebige Balance-Trainings mehr gemacht hatte sollte die Challenge anspruchsvoll, aber gut machbar sein. Guter Dinge schwang ich mich auf das Geländer und begann meine Reise.

Die ersten Längen waren problemlos. Allerdings hätte ich mich besser aufwärmen sollen, da die Schultern doch stärker zu merken waren als gedacht. Das bekannte Wabern des Bodens nach längerem Balancieren und Starren auf die Stange zu meinen Füßen war auch nach den ersten Längen bereits wieder da. Die Schultern entspannten sich jedoch mit jder weiteren zurückgelegten Strecke, oder sie gewöhnten sich zumindest an ihre ausgleichende Aufgabe beim Balancieren.

Auf der 9. Länge begannen meine Gedanken teilweise etwas abzuschweifen, was auch dazu führte, dass ich bereits einmal fast gefallen wäre. Mit etwas Anstrengung konnte ich dies jedoch wieder ausgleichen und meine Gedanken zurück auf die Stange und zum Balancieren zu führen.

Mit gleichmäßigen Schritten brachte ich Länge für Länge hinter mich. Peripher nahm ich die Fußballspieler und BMX-Fahren wahr. Hin und wieder schaute auf dem Geländer eine Spinne, Ameise oder Fliege vorbei und stellten mich vor die Herausforderung meine Schritte etwas größer zu wählen.

Wenn die Gedanken zwischendurch Mal abschweifen kam es auch immer Mal wieder zu Momenten in denen ich fast gefallen wären. Zum Glück nur fast. Nach 25 Längen hatte ich mich dann gefragt wir weit ich wohl noch kommen könnte und einfach weiter gemacht. Die verminderte Konzentration (mein eigentliches Ziel war ja bereits erreicht) hatte sich dann jedoch schnell bemerkbar gemacht und mich bereits am Ende der Länge 27 aus dem Gleichgewicht gebracht.

Mit 2,38km hatte ich mein Ziel deutlich erfüllt, in etwa 1h sogar auch deutlich schneller als erhofft.

Insgesamt war es eine sehr angenehme Challenge. Das gewählte Geländer ist relativ dick und somit ganz angenehm zum balancieren, ohne dass ich zu viel Fokus aufwenden musste.

Warum das ganze?
Der Balance Marathon unterstützt dieses Jahr unter dem Thema ‚Mental Health‘ die Organisationen Free your Instinct und Parkour Visions. Dabei werden insgesamt 146.6km Balancierstrecke in der Community gesammelt. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit ein GoFundMe mit einer kleinen Spende zu unterstützen.

Free Your Instinct ist eine britische Wohltätigkeitsorganisation, die Menschen mit psychischem Unterstützungsbedarf durch die Bereitstellung von speziellen Parkour-Kursen durch qualifizierte und erfahrene Trainer hilft.

Parkour Visions (PKV) ist eine international anerkannte Non-Profit-Organisation, die sich auf Outdoor-Parkour-Programme fokussiert, mit einer Rückbesinnung auf die Wurzeln von Parkour – dass jeder in der Lage ist, die Herausforderung, Freude und Selbstentdeckung unserer Bewegungspraxis zu erleben. Trainierende aller Altersgruppen und Identitäten erfahren ein Gefühl von Kompetenz, Zweck und Handlungsfähigkeit. Dies sind die Grundlagen der psychischen Gesundheit, und der Bedarf ist im letzten Jahr nur noch gestiegen.

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